Der Imbiss ums Eck ist mehr als ein Ort für Currywurst, Pommes und Bier. Er ist Bühne, Zuflucht, Stammtisch, Denkraum und gelegentlich auch Katastrophengebiet.
Hier begegnen sich der Hanswurst, der Hape, der Schorsch, die Jaqueline und all die anderen Gestalten, die aus den Wurst- und Durstgeschichten das machen, was sie sind: ein literarisches Imbissuniversum voller Alltagswahnsinn, Tresenphilosophie, schräger Einfälle und ziemlich viel Herz unter der Fritteusenabluft.

Der Hanswurst ist das Herz und die leicht angeschlagene Seele der Wurst- und Durstgeschichten: gelernter Metzger, Lebenskünstler mit unklarer Erwerbsbiografie und kluger Beobachter des Alltags. Er ist kein Held, sondern eher ein melancholischer Stehtischphilosoph, der eigentlich nur in Ruhe Bier trinken und Currywurst würdigen möchte, sich aber zuverlässig in Diskussionen, absurde Situationen und halbseidene Abenteuer hineinziehen lässt.
Was ihn ausmacht: trockener Witz, Lebensnähe und ein leiser Widerstand gegen alles, was zu ernst, zu glatt oder zu falsch daherkommt.

Der Hape ist der beste Kumpel vom Hanswurst und genau die richtige Unruhe neben dessen grübelnder Beobachterei. Der Hape bringt Bewegung in die Sache. Nicht immer in die richtige Richtung, aber zuverlässig mit Schwung. Er ist Künstler, oder hält sich zumindest für einen, und probiert aus, denkt quer, folgt Hypes, Abzweigungen und Eingebungen und sorgt damit oft für genau den Irrsinn, den eine Wurst- und Durstgeschichte braucht.
Im Imbiss ums Eck ist er fast so sehr zuhause wie der Hanswurst: neugierig, chaotisch, herzlich und immer bereit, aus dem nächsten Missverständnis ein Kunstprojekt zu machen.

Der Schorsch ist der Wirt vom Imbiss ums Eck: mürrisch, rauchend, knapp in der Ansprache, aber im Kern fair. Sein Laden wirkt, als wäre er irgendwann in den frühen 1980ern stehen geblieben: bodenständig, leicht aus der Zeit gefallen und genau deshalb richtig. Hinter dem Grill hält der Schorsch nicht nur die Fritten zusammen, sondern manchmal auch die Welt. Er ist knurrender Gastgeber, stiller Schiedsrichter und Tresenphilosoph mit Fritteuse.
Früher war er Seelsorger bei der Bundeswehr. Große Gefühlsreden sind trotzdem nicht sein Ding. Aber Menschen versteht er. Meistens jedenfalls.

Die Jaqueline ist eine enge Freundin der Runde und bringt sofort Energie in jede Szene: sportlich, wach, wortgewandt und nie lange um eine klare Ansage verlegen. Sie sagt, was Sache ist. Meist präzise, direkt und mit genau der richtigen Schärfe. Wenn andere sich im Imbiss gerade in Theorien, Ausreden oder Blödsinn verlieren, bringt die Jaqueline Tempo, Realität und Haltung hinein.
Modern, präsent und unangepasst prägt sie den Imbiss ums Eck auf ihre ganz eigene Weise mit. Und manchmal ist sie genau diejenige, die aus einer verfahrenen Situation wieder eine Geschichte macht, über die später alle lachen.
Rund um den Imbiss ums Eck tauchen immer wieder weitere Stammgäste, Bekannte, Sonderlinge und Zufallsfiguren auf. Genau das macht die Welt der Wurst- und Durstgeschichten aus: Sie ist offen, schräg, lebendig und nie ganz berechenbar.
Wer bei den Wurst- und Durstgeschichten zum ersten Mal vorbeischaut, darf ohne Vorwissen einsteigen. Die Geschichten funktionieren einzeln, gemeinsam entfalten sie aber nach und nach ihre ganz eigene Welt. Der Imbiss ums Eck ist dabei mehr als nur ein Ort: Er ist Bühne, Rückzugsraum, Diskussionsarena und Zuflucht vor den Zumutungen des Alltags…