Warum die Tristessa eigentlich Tristessa heißt

Ich bin inzwischen schon mehrfach gefragt worden, woher eigentlich der Name Tristessa stammt. Also jener Kneipe, in der der Hanswurst, der Hape und gelegentlich auch der Rest der üblichen Verdächtigen ihre Abende verbringen, wenn ihnen der Imbiss ums Eck nicht mehr ausreicht.

Die Antwort ist ziemlich einfach: Die Antilopen Gang ist schuld.

Genauer gesagt der Song „Alkilopen“ (gemeinsam mit Wölfi von den Kassierern), in dem Danger Dan unter anderem von seinen ausgedehnten Kneipenbesuchen erzählt. Dabei fällt auch der Name einer Berliner Kneipe: Tristeza.

Die gibt es tatsächlich. Eine kollektiv betriebene Kiezkneipe in Berlin-Neukölln, genauer gesagt in der Pannierstraße 5.

In der Zeit hatte ich das Lied hoch und runter gehört, blieb an diesem Namen hängen und fand, dass er auch ganz hervorragend zu einer etwas heruntergerockten Kneipe im Universum der Wurst- und Durstgeschichten passen würde.

Aus der realen Tristeza wurde bei mir die Tristessa. Mit zwei s statt einem z. Warum genau? Vermutlich gefiel mir die Schreibweise damals einfach besser. Ich weiß es nicht mehr.

Mehr steckt eigentlich nicht dahinter. Die Tristessa der Wurst- und Durstgeschichten ist keine literarische Nachbildung der Berliner Kneipe. Aber die ursprüngliche Inspiration stammt eben von der Antilopen Gang.

Manchmal reicht ein einziges Wort in einem Lied, um Jahre später einen festen Schauplatz in einer Geschichtenreihe zu haben.

Und jetzt wisst ihr auch, warum die Tristessa Tristessa heißt.

Zur echten Tristeza in Berlin

Illustration des Hanswurst vor der punkigen Kneipe „Tristessa“ bei Nacht. Der Hanswurst mit lockigen Haaren und grau-schwarzem Vollbart blickt verschmitzt über die Schulter. Die Kneipe ist mit Graffiti, Punk-Postern und einem großen roten Tristessa-Schriftzug gestaltet. Warmes Licht fällt aus dem Eingang auf die Straße.