Ich bin einmal gefragt worden, wie eigentlich die „Was wäre wenn“-Geschichten der Wurst- und Durstgeschichten entstehen. Also jene Geschichten, in denen der Hanswurst plötzlich der Ritter Hans von der Wurst ist, Zombies jagt oder bspw. auf einer Wolke im Himmel sitzt und sich beharrlich weigert, Harfe zu spielen.
Die Konstruktion ist eigentlich ziemlich simpel: Der Hanswurst schläft ein. Und träumt.
Damit kann ich ihn aus seinem üblichen Kosmos rund um den Imbiss ums Eck herauslösen, ohne diesen Kosmos wirklich verlassen zu müssen. Im Traum darf alles passieren. Danach wacht er wieder auf und die Welt ist, zumindest ungefähr, wieder in Ordnung.
Das erzählerische Prinzip habe ich übrigens nicht irgendwo in einem Seminar aufgeschnappt oder erfunden. Es ist leider viel simpler. Die Inspiration kam ausgerechnet von Paw Patrol. Diese bemerkenswert schlichte Kinderserie musste ich mit einem meiner Kinder eine Zeit lang so regelmäßig anschauen, dass sich offenbar doch irgendetwas davon dauerhaft im Kopf festgesetzt hat.
Manchmal kommt Inspiration eben nicht von Franz Kafka, Kurt Vonnegut oder Douglas Adams.
Manchmal kommt sie von einem Rudel sprechender Rettungshunde.
Auch damit muss man als Autor leben. 😉
